Im Osten was Neues: Pilzproduktion in Brauereifermentern statt erst viel Geld in eigene Produktionsanlagen stecken zu müssen. Das ist das verkürzte Geschäftsmodell von Pacifico Bio, die mit einigem Investorengeld nicht nur erste Produkte bald auf den Markt bringen wollen, sondern auch recht schnell eine globale Ausdehnung anstreben.
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Das Start-up Kynda Biotech hat in Jelmstorf (Landkreis Uelzen) seine neuen Labor- und Produktionsanlagen offiziell eröffnet. Mit dem neuen Standort nimmt das Unternehmen einen zentralen Baustein seiner Wachstumsstrategie in Betrieb und will die industrielle Nutzung von Pilzmycel als alternative Proteinquelle weiter vorantreiben. An der Einweihung nahmen Vertreter aus Politik und Wirtschaft teil, darunter Niedersachsens Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Miriam Staudte.
Das Schweizer Biopharmazieunternehmen Basilea hat mit der US-Behörde für angewandte biomedizinische Forschung (BARDA) eine millionenschwere Entwicklungsvereinbarung geschlossen. Zunächst erhält Basilea 29 Mio. US-Dollar für die Entwicklung neuartiger Medikamente zur Therapie von Infektionen durch Pilze und Bakterien. Insgesamt will sich die BARDA über zwölf Jahre mit bis zu 268 Mio. US-Dollar an den anfallenden Kosten beteiligen.
Die Hamburger Pilzmyzelspezialisten Infinite Roots (ehemals Mushlabs) haben Investoren von ihrer Technologie überzeugt und sammeln unter anderem aus der Haribo-Gruppe sowie von REWE rund 60 Mio. US-Dollar in einer Serie B-Finanzierungsrunde ein. Damit soll die Technologie der Pilzfermentation als neue Grundlage für diverse Lebensmittelprodukte ausgebaut werden.
Der Pilzmyzel-Züchter Mushlabs (Berlin/Hamburg) und Bitburger, eine der größten deutschen Privatbrauereien, arbeiten künftig noch enger zusammen. Aus Brauereiresten wird das Start-up Rohstoffe zur Fütterung der Pilzmyzele beziehen, aus denen fermentativ neue Nahrungsmittel hergestellt werden.

Pacifico Bio
Kynda Biotech GmbH
PHIL, CDC.gov